Yogastile

Ashtanga-Vinyasa Yoga
Der Inder Sri Krishna Pattabhi Jois entwickelte eine sehr kraftvolle und dynamische Form des Hatha-Yoga. Es werden vorgegebene, sehr fordernde dynamische Reihen im indischen Stil geübt, die einzelnen Asanas oft durch Sprünge miteinander verbunden. Die TeilnehmerInnen werden gelehrt, während des Übens auf den Atemstil der Ujjayi-Atmung zu achten.
Hatha-Yoga
"hatha"= Sonne-Mond-Kraft, Ausdauer, Energie. Hatha Yoga ist ein Oberbegriff für Energie- Yoga, d. h. für yogische Körper- und Atemübungen und die 8 Stufen nach Patanjali. Hatha Yoga ist die im Westen am häufigsten praktizierte Form und wenn allgemein von "Yoga" gesprochen wird, ist meist Hatha-Yoga gemeint.
Iyengar-Yoga
Der Inder B.K.S. Iyengar (sprich: aiyengar) begründete diesen kraftvollen Yogastil. Seine langjährige Beschäftigung mit Ausführung und Wirkung von Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) führten zu einer weltweiten Verbreitung dieses Stils. Iyengar-Yoga erlaubt auch im Gruppenunterricht ein individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse der Übenden. Typisch ist die Verwendung von Hilfsmitteln, wie z.B. Gurten, Klötzen, usw. und bei Bedarf werden die Übungen in Zwischenschritte aufgeschlüsselt. Genaue Beobachtung, Anweisung, Korrektur und ein didaktisch gut durchdachter Unterrichtsstil bringen Übende in exakte Positionen.
Sivananda Yoga
Die Sivananda-Yoga Vedanta Zentren wurden von Swami Vishnudevananda (1927-1993) gegründet, ein Lehrer des Hatha- und Raja-Yoga und enger Schüler des Yogameisters und Arztes Swami Sivananda (1887-1963). Gelehrt werden weltweit seit ca. 50 Jahren: Asanas (Körperstellungen), Atemübungen, Tiefenentspannung, Ernährung, positives Denken und Meditation und die Philosophie des Hatha-Yoga.
TriYoga®
TriYoga® wurde von der Amerikanerin Kali Ray begründet. Es verbindet Asanas (Positionen), Pranayama (Atmung) und Handmudras (Fingerstellungen) zu fließenden Sequenzen ("Flows") zur Erweckung der Lebensenergie "Prana". Der Begriff TriYoga® steht für das Streben nach der Drei-Einheit von Körper, Geist und Seele.
Yoga im täglichen Leben®
ist eine Wissenschaft von Körper, Geist, Bewusstsein und Seele. Der Gründer ist Paramhans Swami Maheshwarananda. Sein wissenschaftliches System basiert auf dem uralten vedischen Wissen. Es umfasst alle traditionellen Yogawege und ist zugleich in einzigartiger Weise an den Lebensstil der modernen Zeit angepasst. Dieses System bietet für Menschen in jedem Alter sowie auch Ungeübte einen leichten Einstieg und wird weltweit praktiziert.
Yoga in der Tradition T. Krishnamacharya | Viniyoga- "Yogatherapie"
Der Inder Tirumalai Krishnamacharya (1888-1989) war der Lehrer vieler Yogalehrerinnen und -lehrer, die heute im Westen bekannt sind (BKS Iyengar, Sri K. Pattabhi Jois uvm.). Sein Sohn T.K.V. Desikachar setzt die Tradition fort. Atmung und Bewegung werden präzise koordiniert, in fließenden Abläufen (dynamisches Üben) und ruhigen Haltungen (statisches Üben), je nach Situation und Sinn der Praxis. Philosophie, Reflexion, Meditation haben ihren Platz. Die individuelle Anpassung der Praxis an die Bedürfnisse der Gruppe oder des Einzelnen sind ein besonderes Merkmal dieser Art zu üben. Dementsprechend wird der Einzelunterricht sehr hoch geschätzt.
Der Integrale Yoga des Sri Aurobindo
Integral bedeutet wörtlich, etwas zur Ganzheit zu führen. So geht es bei Aurobindo darum, Person und Seele, Mentales und Supramentales, Welt und Gott zur Ganzheit zu verschmelzen. Grundlage ist die Selbst-Erkenntnis, daß in Wahrheit alles göttlich und heilig ist. Das Kennzeichen dieses Yoga ist das Erreichen all dieser Zustände in Geist, Leben und Körper; bis zur Zell-Transformation. "Entrückung" oder ekstatisches "Aus-sich-Heraustreten" sind allenfalls Entwicklungsstadien für ein "In-sich-Hineinnehmen" (Kommunion) und "Miteinander-Verschmelzen" (Verklärung). Demnach wird Vollendung in der irdischen Verkörperung realisiert.
Die Schwerpunkte des Integralen Yogaweges:
1. Das ganze Leben (einschließlich der scheinbar "untersten" Ebenen und "niedrigsten" Erscheinungsformen) wird als göttlich erkannt.
2. Das eigene Leben wird vollkommen und ohne irgendwelche Vorbehalte oder Ausnahmen ganz dem Göttlichen geweiht, wobei der Begriff "Göttliches" keine Vorstellung von einem personifizierten Gott beinhaltet.
3. In der Synthese von selbstverantwortlichem Handeln und vertrauensvollem Geschehenlassen wird das "Tun im Nichttun" geübt.
4. In allem Tun und Lassen erkennt man sich selbst (sein Selbst) als individuelle Manifestation des Göttlichen, das sich durch diese zu einmaligem und einzigartigem Ausdruck bringen will.
5. Jegliche Tätigkeit (ob Arbeit oder Selbst-Vergnügen) wird als "Gottesdienst im Sinne der Selbstverwirklichung" betrachtet.
